Falun-Buddhagebot

(Erklärung des Gebots in Sydney)


Li Hongzhi


(Deutsche Version)
1998


        Ich brauche mich nicht vorzustellen. Allerdings kennen mich alle schon. Ich bin eben Li Hongzhi. Ich wollte mich seit langem mit euch allen treffen. Aus verschiedenen Gründen hatte ich immer keine Gelegenheit gehabt. Diesmal wollte ich mich unbedingt mit euch treffen. Ich weiß, daß es heute in Australien viel mehr Leute, die mit dem Großen Gebot vertraut sind, als früher gibt. Übrigens gibt es hier noch viele Leute, die dem Studium des Großen Gebotes keine große Aufmerksamkeit schenken und dieses Gebot nur ganz oberflächlich kennen. Ich glaube, daß ich mich erst dann mit euch treffe, wenn ihr euch darüber im klaren seid, was ich jetzt verbreite. Vieles, was ihr zu wissen sucht, steht schon im Buch geschrieben. Ich habe solch eine Gewohnheit: Es freut mich sehr, wenn man mich danach fragt, was einem bei der Kultivation noch unklar ist. Wenn jemand sich über das Gebot noch nicht im klaren ist und mich danach fragt, was dieses Gebot ist, dann bin ich .... Wie kann ich mich ausdrücken? Wenn ich auch von den sehr einfachen Kenntnissen rede, kannst du sie auch nicht sofort begreifen. Wenn du das Buch liest, dieses Gebot studierst und dieses Gebot gewissermaßen verstanden hast, dann kommst du mich danach fragen, was für die Hebung deiner Kultivationsebene von Bedeutung ist. Ich glaube, das wäre sowohl für dein Studium als auch für deine Kultivation sehr nützlich. Ich meine, daß heute die Gelegenheit dafür schon herangereift ist. Deshalb bin ich hierher gekommen.

     Ich weiß, daß ein Teil der Anwesenden das Gebot noch nicht studiert hat; ein Teil praktiziert nur die Kultivationsübungen, und sie legen dem Studium des Gebots keinen großen Wert bei; ein Teil hat das Gebot relativ gut studiert. Warum verlange ich von euch allen, unbedingt das Gebot zu studieren? Weil darin etwas Wichtiges liegt. Wie allen bekannt ist, hat die Popularisierung des Qigong in China in großem Umfang in der Gesellschaft der normalen Menschen eine Geschichte von über zwanzig Jahren hat. Mitte oder Ende der "großen Kulturrevolution" hat sie einen Aufschwung genommen. Aber noch niemand hat erklärt, was das Qigong eigentlich ist. Und auch niemand hat erklärt, worum es sich bei den Kultivationsfunktionen handelt, die durch Praktizieren des Qigong entstehen, und auch bei manchen Phenomenen, die dadurch entstehen, aber in der modernen Wissenschaft keine Erklärung findet. Was ist denn der eigentliche Zweck des Erscheinens von Qigong? Und das wissen noch ganz weniger Leute. In der Geschichte gab es doch niemals Qigong, warum aber erscheint es denn heute? Und zwar wird es als etwas zum Kultivieren in der Gesellschaft verbreitet. Warum denn das? Es gibt ganz wenige Leute, die die Ursache dafür wissen. Als aber das Qigong zu Anfang in China verbreitet wurde, erschienen in der Öffentlichkeit viele gute Qigong-Meister, die den Zweck verfolgten, etwas Gutes für die Gesundheit des Volks zu tun. Sie hatten nur so einen einfachen Gedanken und eine schlichte Erkenntnis.

     Obwohl das Qigong sehr lange, schon Dutzende von Jahren popularisiert wurde, weiß man jedoch nichts von der wahren Bedeutung des Qigong. Deshalb habe ich in dem Buch "Zhuan Falun" manche Phänomene in den Qigong-Kreisen, die Ursache für die Verbreitung von Qigong in der menschlichen Gesellschaft und den Endzweck des Qigong u.a. geschrieben. Deshalb ist dieses Buch ein systematisches Werk, das Menschen zur Kultivation führen kann. Durch wiederholtes Lesen dieses Buches haben viele Menschen wahrnehmen können, daß es die folgende Besonderheit hat: Wieviel Male du auch dieses Buch liest, du findest immer etwas Neues darin; wieviel Male du es auch liest, du bekommst von einem gleichen Satz immmer verschiedene Erkenntnisse; zum wievielten Mal du es auch liest, du wirst immer entdecken können, daß du viele viele Intensionen in dem Buch nicht erfahren hast. Warum ist das so? Weil ich alles über die Kultivation des Menschen, die Eigenschaften des Kosmos und auch darüber, wie man sich kultiviert, was aber früher als Geheimnisse des Himmels betrachtet wurde, systematisiert und in diesem Buch geschrieben habe. Ich kann damit einen Anhänger zur Vervollkommnung bringen. In der Geschichte gab es gar keinen, der so was getan hat. Viele Leute, die dieses Buch gelesen haben, glauben, daß es sich dabei um viele Geheimnisse des Himmels handelt, viele davon sind sogar Geheimnisse von den Geheimnissen, die sich früher nie von Menschenwesen wissen ließen, oder es war für die Menschenwesen gar unmöglich, sich darüber zu informieren. All dies habe ich in diesem Buch an die Öffentlichkeit gebracht. Aber dabei verfolge ich meinen eigenen Zweck. Wenn jemand nach Belieben die Geheimnisse des Himmels an die Öffentlichkeit bringt, und unverantwortlich solche Sache tut und die ganz normalen Menschen die Grundsätze auf einer sehr hohen Ebene als allgemmeine Theorie rücksichtslos hören läßt, heißt es, daß er die Geheimnisse des Himmels offenbart und Schlechtes tut. Er muß also Strafe Gottes erleiden.

     Ich tue diese Sache mit meinen eigenen Zielsetzungen. Eine davon ist: was die niedrige Ebene betrifft, habe ich bemerkt, daß viele Menschen durch ihr jahrelanges Praktizieren erkannt haben, daß Qigong sehr hohe Intension hat. Sie wissen auch, daß es die sich kultivierenden Menschen auf einen sehr hohen Zustand, und sogar zur Vervollkommnung, bringen kann. Aber sie leiden darunter, keinen richtigen Kultivationsweg zu finden. Ein allgemeines Qigong dient nur dazu, Krankheiten zu beseitigen und einen gesund zu machen, und man kann sich damit nicht kultivieren. Deshalb gehen viele Menschen in die Tempel und werden Laienbrüder, sie nehmen Mönche als Meister. Das angesprochen, möchte ich einen Satz von Buddha Schakyamuni erwähnen. Er sagte, daß sein Dharma in der Endzeit des Dharmas keinen Menschen erlösen kann. Das hat Buddha Schakjamuni gesagt. Dies kommt aus verschiedenen Gründen. Deshalb kannst du spüren, daß du selbst nichts bei der Kultivation bekommst, dich nicht auf eine höhere Ebene gehoben und keine echte Erhöhung erreicht hast, wie hart du dich auch in einem Tempel oder bei einem Qigong kultivierst. Ich sehe eindeutig, daß die Leute einen Wunsch haben, sich auf die hohe Ebene zu kultivieren, aber darunter leiden, keinen Ausweg zu finden. Mir scheint, daß sie sich in einer schmerzlichen Situation befinden. Deshalb komme ich auf die Idee, diejenigen, die das Gebot wollen, wirklich mal auf die hohe Ebene zu bringen. Das ist eine der Hauptursachen.

     Wenn ein orthodoxes Gebot verbreitet wird, wird es von den Menschen verlangt, ihre Gesinnung und ihre Moral zu verbessern und daß sie sich zum Guten wenden sollen. Die Anforderungen an die Praktizierenden gehen folgerichtig über den Moralstandard der allgemeinen Durchschnittsmenschen hinaus, deshalb ist das für die menschliche Gesellschaft von Vorteil. Selbstverständlich werden sich viele Leute wahrscheinlich nicht wirklich kultivieren können, wenn sie dieses Buch gelesen haben, aber sie verstehen dadurch auch die Grundsätze, wie man ein Mensch sein soll. Seitdem werden sie wahrscheinlich als gute Menschen auftreten. Obwohl sie sich nicht kultivieren, können sie jedoch gute Menschen werden, was aber für die Gesellschaft vorteilhaft ist. Mit der Verbreitung von orthodoxen Geboten werden solche Phänomene vorkommen. Eigentlich können alle orthodoxen Religionen auf der Welt seit alters wie Christentum, Katholizismus, Buddhismus, Taoismus und auch Judaismus die Gesinnung von Menschen verbessern. Und zugleich sind sie in der Lage, denjenigen, die eine echte Kultivation wollen, das Gebot zu vermitteln und diese Leute zur Vervollkommnung zu bringen; sie können auch diejenigen, die sich vorläufig nicht auf die hohe Kultivationsebene heben können, dazu bringen, sehr gute Menschen zu werden, auf diese Weise wird ihnen eine Gelegenheiten geschaffen, sich in Zukunft zu kultivieren. Das ist eben so.

     Zwar gehören wir nicht zur Religion, aber ich verbreite das, was auf der hohen Ebene des Qigong steht, so ist das kein normales Qigong mehr. Wenn man auf das Wesen des Qigong eingeht, ist es kein normales Ding unter den normalen Menschen. Was ist aber Qigong eigentlich? Qigong heißt eben Kultivation. Aber es ist das, was nur auf der niedrigsten Ebene der Kultivation steht, dazu zählt auch Tai Ji Quan (Taiji-Boxen). Wie allen bekannt ist, ist Tai Ji Quan sehr gut. In den fünfziger Jahren wurde es in China in großem Umfang verbreitet. Es wurde von Zhang Sanfeng aus der Ming-Dynastie unter das Volk verbreitet. Was überliefert ist, sind nur Bewegungen, aber keine Anforderungen an die Gesinnung. Das heißt eben, daß er das Gebot, von dem sich der Praktizierende anleiten läßt, nach dem sich der Praktizierende auf unterschiedlicher Ebene weiter heben kann, nicht hinterlassen hat. Deahalb beschränkt sich Tai Ji Quan nur auf die Beseitigung von Krankheiten und die Gesunderhaltung. Man kann sich damit nicht auf die hohe Kultivationsebene kultivieren. Obwohl es etwas Gutes ist, werden dabei keine Anforderungen an die Gesinnung verbreitet. Obwohl es damals die Anforderungen an die Gesinnung gab, wurden sie jedoch den späteren Generationen nicht hinterlassen. In dem Gebot, das wir heute verbreiten, haben wir diese Sache systematisch getan.

     Hier haben wir nicht wenige neue Kursteilnehmer. Selbstverständlich werden manche von ihnen das, was ich erkläre, zu profund finden, wenn sie mich hören. Wie allen bekannt ist, lehren alle Religionen, daß sich die Menschen zum Guten wenden sollen und zum Himmelsreich emporsteigen können. Für den Buddhismus ist Sukhavati natürlich auch ein Himmelsreich. In der Geschichte haben alle großen Erleuchteten, alle Heiligen erklärt, wie man ein guter Mensch wird. Man kann man erst dann in das Himmelsreich gelangen, wenn man die Anforderungen eines höheren Zustandes erreicht hat. Aber sie haben die Gründe dafür nicht erläutert. Die großen Erleuchteten wie Jesus, Buddha Schakjamuni, Lao Tse und andere traten vor ca. 2000 Jahren auf. Die Menschen von damals waren anders als die Menschen von heute. Ihre Gedanken waren relativ einfach, ehrlich und gut, sie hatten nicht so komplizierte Gedanden. Weil das Denken der Menschen von damals anders als das der Menschen von heute war, konnte sich die Doktrin, die sie zu jener Zeit erklärte, auswirken und die Menschen zur Vervollkommnung bringen. Mit der Zeit werden die Gedanken der jetzigen Menschen immer komplizierter, und ihre Denkweise hat sich auch geändert. Alles, was diese großen Erleuchteten damals verbreiteten, können die jetzigen Menschen nicht begreifen. Wenn sie die klassischen Bücher lesen, können sie die wahre Bedeutung in den Büchern nicht begreifen. Obwohl ich heute das Gebot in Form von Qigong verbreite, wissen alle jedoch, daß ich das Buddha-Gebot verbreite. Manche würden bei sich denken: Bei der Verbreitung des Buddha-Gebotes hast du auch nicht so gesprochen wie Buddha Schakjamuni. Wenn ich aber dabei die Worte von Buddha Schakjamuni verwendete, könnte mich heute niemand verstehen. Buddha Schakjamuni gebrauchte eine Sprache, die von Menschen damals gesprochen wurde, deshalb konnten ihn die Menschen von damals verstehen. Deshalb müssen wir bei der Erklärung des Buddha-Gebotes die jetzige Sprache verwenden, nur so kannst du mich verstehen. Manche würden wieder bei sich denken: Was du erklärst, entstammt auch nicht den klassischen Texten des Buddhismus. Hat denn Buddha Schakjamuni die Doktrin von den sieben Urbuddhas wiederholt? Würde Maitreya die Worte von Schakjamuni wiederholen, wenn er auf die Welt kommen? Alle Erleuchteten, die die Menschen erlösen, verbreiten die von ihnen selbst nachgewiesene Doktrin unter Menschenwesen.

     In diesem Buch habe ich vieles und vieles über die Kultivation geschrieben. Für einen Praktizierenden, der als Durchschnittsmensch die Kultivation anfängt, gibt es immer Gebot, von dem er anleiten läßt, bis er schließlich zur Vervollkommnung gelangt. Damit habe ich wirklich etwas nie Dagewesenes getan und das grundlegende Gebot des größeren Kosmos verbreitet. In wieviel klassischen oder modernen Büchern im In- und Ausland du auch blätterst, du kannst solches nicht finden. Die Grundsätze, die ich erklärt habe, stellen das Wesen des Buddha-Gebotes dar. Es wird originalgetreu durch meine Sprache zum Ausdruck gebracht. Nachdem viele Menschen dieses Buch gelesen haben, kommen sie auf eine Idee, so fragt mancher: "Wie groß ist denn das Wissen, das Meister Li besitzt? Er hat über Altes und Jetziges, Chinesisches und Ausländisches geredet und Fachgebiete wie Astronomie, Geographie, Historik, Chemie, Physik, Astrophysik, Hochenergiephysik, Philosophie und andere in dem Buch zusammengefaßt." Die Leute finden mein Wissen sehr umfassend und profund. In der Tat schäme ich mich, gegen das Wissen unter den normalen Menschen nicht aufkommen zu können. Aber wenn du auch alle Bücher auf der Welt geblättert und alle Fachgebiete auf der Welt studiert hast, du kannst von dieser Theorie nicht erfahren. Wenn du auch alles Wissen auf der Welt studiert hast, du bleibst immer noch ein normaler Mensch. Weil du eben ein Mensch auf der Ebene der normalen Menschen bist. Du hast dir nur mehr Kenntnisse der normalen Menschen angeeignet. Du bleibst dennoch ein normaler Mensch. Die Grundsätze und alles andere, die ich erklärt habe, liegen nicht auf der Ebene der normalen Menschen, sie gehen weit über die Ebene der normalen Menschen hinaus. Deshalb entspringen diese Grundsätze nicht dem Wissen der normalen Menschen. Das Gebot umfaßt alle Kenntnisse des Kosmos sowie der Gesellschaft der normalen Menschen.

     Mit einfacher und leicht verständlicher Sprache und in Form von Qigong, einer der einfachsten Kultivationsformen habe ich alle Gebote und Grundsätze des Kosmos, die sich von der niedrigsten Ebene bis auf die höchste Ebene erstrecken, ausgedrückt. Wenn du dieses Buch zum ersten Mal gelesen hast, kannst du entdecken, daß es Grundsätze enthält, wie man ein guter Mensch wird; wenn du es zum zweiten Mal liest, kannst du entdecken, daß es keine Grundsätze der normalen Menschen vermittelt, es ist ein Buch, das über die Kenntnisse der normalen Menschen hinausgeht; wenn du es zum dritten Mal liest, kannst du entdecken, daß das ein Himmelsbuch ist; wenn du das Buch immer wieder liest, kannst du es nicht mehr aus der Hand geben. Es gibt in China Leute, die dieses Buch schon hundert Male gelesen haben, dennoch lesen sie es immer weiter. Und sie können das Buch einfach nicht aus der Hand lassen. Die Intensionen, die in diesem Buch enthalten sind, sind viel zu groß. Je mehr Male man dieses Buch liest, desto mehr Intensionen kann man bekommen. Warum denn? Obwohl ich viele Geheimnisse des Himmels geoffenbart habe, können diejenigen, die sich nicht kultivieren, sie aus dem Buch nicht herausbekommen. Nur diejenigen, die Kultivation betreiben, können die darin enthaltenen Intensionen begreifen, wenn sie dieses Buch wiederholt lesen. Weil man sich bei der Kultivation ständig hebt. Warum glaubtest du zu Anfang, daß das Buch Menschen lehrt, wie man ein guter Mensch wird? Warum ist es zum zweiten Mal nicht mehr so? Und du kannst dich auf eine höhere Ebene heben? Die Ursache liegt darin, daß einer sich zunächst auf dem Standpunkt der normalen Menschen kultivieren muß, wenn er die Kultivation will. Er muß seine Xinxing (die geistige Natur) allmählich erhöhen, um einen höheren Stand zu erreichen. Wenn du dem Niveau der ersten Ebene entsprichst, kannst du dich bei der Kultivation von dem Gebot dieser Ebene leiten lassen; wenn du die zweite Ebene erreichst, gibt es das Gebot der zweiten Ebene, von dem du dich bei der Kultivation in diesem Zustand anleiten läßt. Wenn du dich ständig hebst, ist dieses Gebot immer in der Lage, dich zu der Kultivation in jenem Zustand anzuleiten. Das heißt, in welchem Zustand du dich auch kultivierst, es muß ein Gebot geben, das dich zur Kultivation anleitet, schließlich kannst du damit zur Vervollkommnung der Kultivation gelangen. Dieses meine Buch ist von all diesen Dingen durchzogen. Wenn du dich wirklich kultivierst, kannst du die Dinge finden, die in der Lage sind, dich zur Kultivation auf die hohe Ebene anzuleiten. Dieses Buch hat ziemlich große Intensionen. Wenn du dieses Buch auch zehntausendmal liest, es ist immer imstande, dich bei der Kultivation anzuleiten, bis du schließlich die Perfektion der Kultivation erreichst.

     Was die Perfektion der Kultivation anbelangt, hat Jesus gesagt: "Wenn du mir Glauben schenkst, kannst du ins Himmelsreich gelangen"; und im Buddhismus wird auch gesagt: "Wer sich zum Buddha kultiviert hat, kann in Sukhavati sein." Freilich haben sie sich sehr einfach ausgedrückt. Und sie haben nicht betont, daß man es nur durch echte Kultivation erreichen kann. Aber die Religion ist dem Wesen nach auch eine Art Kultivation. Sowohl Buddha Schakjamuni als auch Jesus haben eine Tatsache bemerkt, weil es bei uns in den Kultivationskreisen einen Spruch gibt: "Die Kultivation hängt von dem Praktizierenden selbst ab, aber die Evolution der Kultivationsenergie kommt auf den Meister an." Das wissen normale Menschen überhaupt nicht. Ein normaler Mensch meint: Ich brauche nur die Kultivationsübungen zu praktizieren, dann kann ich hohe Kultivationsenergie bekommen. Wir finden das aber lächerlich, und das ist überhaupt unmöglich. Selbstverständlich muß sich ein Meister, wenn du die Kultivation willst, um dich kümmern und an deinen Körper viele und aber viele Mechanismen setzen und viele Dinge wie Samen in deinem Körper begraben, erst dann kannst du Erfolg bei der Kultivation erzielen. Übrigens muß der Meister bei der Kultivation immer auf dich aufpassen, dich beschützen, dein Karma beseitigen und dir bei der Evolution der Kultivationsenergie helfen, nur auf diese Weise kannst du dich auf die hohe Ebene heben. In Religionen legt man keinen Wert auf die Kultivation, warum? Weil Jesus glaubte: Du kannst dich auf die hohe Kultivationsebene heben, wenn du mir glaubst. In der jetzigen Religion können sich die Leute nicht kultivieren, weil sie die wahre Bedeutung dieser Worte nicht begreifen können. Viele Leute denken bei sich: Ich glaube Herrn Jesus, nach meinem Tod kann ich schon ins Himmelsreich kommen. Überlegt euch mal, wie können wir denn das Himmelsreich erreichen? Du hast noch Herz eines normalen Menschen, noch die sieben menschlichen Gemütsregungen und die sechs menschlichen Gefühle und Triebe, sowie alle Arten von Eigensinn, wie Eigensinn zum Kampf, Eigensinn zum Demonstrieren, und ein normaler Mensch hat einfach sehr viele schlechte Gesinnungen. Wenn dir erlaubt würde, dich zu Göttern zu gesellen, würdest du vielleicht mit ihnen streiten oder raufen, weil du immer noch Herz eines normalen Menschen besitzt. Wenn du sähest, daß der Bodhisattwa so schön aussieht, käme dir wohl eine gemeine Idee, ist das denn erlaubt? Natürlich nicht. Dann mußt du schon in der Gesellschaft der normalen Menschen all diese eigensinnigen, schmutzigen und schlechten Gesinnungen loswerden, erst dann kannst du in diese edle Welt kommen. Wer sich kultiviert, oder wer dem Jesus Glauben schenkt, kann in diese Welt kommen, aber wenn man seine Sünden gebeicht hat, darf er sie nicht wiederholen, so kann man immer besser werden. Wenn man sich den Anforderungen eines Himmelsmenschen anpaßt, kann man zum Himmelsreich emporsteigen. In der Tat ist das die Kultivation.

     Mancher sagt: "Ich glaube jetzt Jesus, ich kann ins Himmelsreich kommen." Ich sage aber nein. Warum kannst du nicht hinkommen? Weil die jetzigen Menschen den wahren Sinn der Worte von Jesus nicht begreifen. Jesus befindet sich auf der Kultivationsebene von Tathagata und ist Erleuchteter in der Buddha-Welt. Den wahren Sinn seiner Worte kann ein normaler Mensch freilich nicht begreifen. Wenn du dich ständig nach seinem Weg kultivierst, kannst du allmählich den wahren Sinn seiner Worte wahrnehmen. Zum Beispiel hat Jesus gesagt: "Wenn du mir Glauben schenkst, kannst du ins Himmelsreich kommen." Das heißt eigentlich, daß du ihm tatsächlich Glauben schenkst, vorausgesetzt, daß du dich nach den von ihm beigebrachten Grundsätzen, wie man ein guter Mensch werden kann, richtest. Und erst dann kannst du ins Himmelsreich kommen. Wozu hat er so viel drüber geredet, wenn es nicht so wäre? ! Beim Beichten findest du, daß du alles gut tust und von edler Gesinnung erfüllt bist. Wenn du aber die Kirche verlassen hat, tust du alles nach Belieben. Unter normalen Menschen benimmst du dich schlechter als normale Menschen. Wie kannst du zum Himmelsreich hingehen? Deine Gesinnung hat sich überhaupt nicht gehoben. Weil Jesus gesagt hat: "Wenn du mir Glauben schenkst, kannst du zum Himmel gelangen." Das heißt: Wenn du ihm Glauben schenkst, mußt du dich nach seinen Worten richten, das ist wahrhaftiger Glaube, nicht wahr? Das gilt auch für andere Religionen.

     Manche Worte von Schakjamuni wurden von den späteren Geschlechtern zusammengefaßt und als buddhistische klassische Bücher herausgegeben. Menschen von noch späteren Geschlechtern betrachteten es als Kultivation, wieviel buddhistische klassische Bücher man liest und wieviel Kenntnisse man sich über den Buddhismus aneignet. In der Tat gab es zu Lebzeiten Schakjamunis gar keine buddhistischen klassischen Bücher. Der Inhalt der klassischen Bücher wurden 500 Jahre später systematisch zusammengefaßt. Er war von dem Hintergrund, vor dem Buddha Schakjamuni sprach, getrennt. Aber damals durfte man nur so viel wissen, zuviel ging auch nicht. Das war zwangsläufig so. In den letzten Jahren seines Lebens hat Schakjamuni gesagt: "In meinem ganzen Leben habe ich nichts über Dharma erklärt." In der Tat hat Schakjamuni nichts über das Gebot dieses Kosmos, auch nichts über die Widerspiegelung der Eigenschaften des Kosmos - Zhen (Wahrheit), Shan (Barmherzigkeit) und Ren (Nachsicht) - in der Gesellschaft von normalen Menschen bzw. über die Widerspiegelung dieser Eigenschaften auf der Ebene von Tathagata gesprochen. Er hat tatsächlich nicht darüber geredet! Na, worüber hat Buddha Schakjamuni denn gesprochen? Er hat darüber gesprochen, was er in seinem früheren Leben durch Kultivation nachgewiesen und wie er sich in seinem früheren Leben kultiviert hat, übrigens hat er noch Geschichten über Kultivation erzählt und seine Erkenntnisse über die konkrete Widerspiegelung manches Gebotes erklärt. Diese klassischen Bücher wurden nur mit Unterbrechungen geschrieben, deshalb sind sie nicht so systematisiert. Warum aber betrachten die späteren Generationen die Worte von Buddha Schakjamuni als Dharma? Auf der einen Seite ist das nur Erkenntnis von Menschen; auf der anderen Seite sind die Worte Schakjamunis von Charakteren des Buddha erfüllt, weil er selbst Buddha ist. Wenn die Worte von Charakteren des Buddha erfüllt sind, sind sie für Menschenwesen buddhistische Grundsätze auf einer Kultivationsebene, die eben das Dharma darstellen. Aber er hat die Grundsätze der Kultivation, die Eigenschaften des Kosmos und es, warum sich Menschenwesen auf die hohe Ebene kultivieren können, tatsächlich nicht systematisch erklärt. Und es ist tatsächlich so! Deshalb sage ich, daß ich etwas getan habe, was die Vorfahren nicht taten. Ich habe eine breite Tür zur Kultivation geöffnet, damit habe ich etwas Größeres getan. Das heißt, daß ich alle Grundsätze zur Kultivation und alle Faktoren zur Vervollkommnung erklärt, und zwar sehr systematisch. Das ist die Ursache, warum die Götter auf einer sehr hohen Ebene sagten: "Du hast Menschenwesen eine Leiter zum Steigen auf den Himmel - "ZHUAN FALUN" - hinterlassen."

     Damit ist aber nicht gemeint, wie und wie ich im Vergleich zu Schakjamuni wäre. Ich hege keinen solchen Gedanken, weil ich keine Gefühle eines normalen Menschen habe und mich nicht nach Ruhm und Reichtum der irdischen Welt strebe. Wenn ich einmal dieses Gebot verbreite, muß ich die Verantwortung für dich auf mich nehmen und dir die Grundsätze dafür klar und deutlich erklären. Ich will nichts von dir verlangen, kein Fen (Pfennig) von dir verlangen, und ich will nur, daß du dich dem Guten zuwendest. Mancher fragt mich: "Herr Meister, Sie haben uns so viel beigebracht und so viel gegeben, was wünschst du dir dabei?" Meine Antwort: "Ich wünsche mir nichts. Ich komme zu deiner Erlösung. Ich will von dir ein Herz, das sich dem Guten zuwendet, damit du dich auf die hohe Ebene kultivieren kannst. Weil ich eingesehen habe, daß der Mensch ein Mensch wird, aber nicht um Mensch zu sein. Jetzt verirren sich die Menschen in den Schein-Realitäten der Gesellschaft der normalen Menschen und meinen: Um ein Mensch zu sein, muß man so handeln. Die menschliche Gesellschaft wird jetzt besonders stark demoralisiert. Alle Leute werden in dieser Strömung demoralisiert, und die Gesellschaft als ein Ganzes wird demoralisiert. Deshalb bemerkt keiner, daß er selbst schon demoralisiert wird. Mancher hält sich für einen guten Menschen, weil er sich im Vergleich zu anderen ein bißchen besser benimmt. In der Tat mißt er sich selbst mit einem herabgesetzten Maßstab. Das heißt nur, daß er ein bißchen besser unter den schlechten Menschen handelt. Wenn du dich kultivieren und zu der eigentlichen Welt der Menschenwesen zurückkehren kannst, aber nicht auf eine sehr hohe Ebene zu kommen brauchst, blickst du mal zurück auf die Menschen, und du kannst bemerken, wie schrecklich die menschliche Gesellschaft von heute ist! Tatsächlich sehr schrecklich! Du kannst bemerken, daß die Menschheit von heute mit allen bösen Taten besudelt ist.

     Die großen Erleuchteten im Himmel, ganz gleich, ob es Buddha, Tao oder Götter sind, halten die Menschen von heute nicht mehr für Menschen. Diese Worte klingen ein bißchen absolut, selbstverständlich gibt es immer gute Menschen. Damit ist aber die Menschheit als ein Ganzes und im allgemeinen gemeint. Als früher die Menschen in Tempeln oder in Kirchen beichteten, schien es ihnen, als ob ihnen Herr Jesus oder Lebewesen in den Himmelsreichen zuhörten, und im Kopf bekamen sie ein solches Echo, als ob ihre Fragen beantwortet würden. Aber die Leute von heute haben keine solchen Gefühle mehr. Die Leute, die zu Buddha beten, können die Existenz des Buddha nicht wahrnehmen. Warum denn? Weil die Menschen in der menschlichen Gesellschaft mit der Zeit immer weniger zur Erleuchtung kommen. Die Menschen in der menschlichen Gesellschaft sind moralisch immer mehr degeneriert. Deshalb kümmern sich die Götter auch nicht mehr um die Menschen. Weil die Menschen von heute sehr großes Karma haben und mit der Zeit immer nicht zur Erleuchtung kommen, glauben sie, daß es, wenn sie wegen schlechter Taten Strafe Gottes bekommen, nur ganz zufällig wäre. Ich habe bemerkt, daß die Menschen, obwohl die Kriterien der menschlichen Moral sehr stark herabgesezt sind, nur ganz unbewußt in dieser Strömung verdorben sind. Die Buddha-Eigenschaften und die Natur mancher Menschen bleiben immer noch. Während ich in diesen Jahren den Kultivationsweg verbreiteten, habe ich bemerkt, daß sich viele Menschen gehoben haben, und zwar auf eine sehr hohe Kultivationsebene. Manche sind zur Erleuchtung gelangt, manche befinden sich in der allmählichen Erleuchtung, und manche sind beim Kultivieren ihrer vorgeschriebenen Kultivationsposition. Ich freue mich sehr, weil ich diese Sache nicht umsonst getan habe. Ich bin mir meiner Verantwortung für die Menschen und für die Gesellschaft bewußt. Ich habe die himmlischen Geheimnisse nicht umsonst geoffenbart. Dadurch haben sich viele Menschen auf die hohe Ebene kultiviert.

     Mit den Worten, die ich eben gesagt habe, meine ich, daß der Mensch lebt, nicht allein um ein Mensch zu werden. Viele Leute können das wohl nicht begreifen. Sie glauben, daß der Mensch eben so leben soll. Jawohl, wenn sie aus dem Schoß der Mutter kommen, sind alle gleich. Sie können die Existenz anderer Welträume nicht wahrnehmen. So glauben sie nicht an die Existenz anderer Welträume. Außerdem schenken die jetzigen Menschen der modernen Wissenschaft übermäßigen Glauben. Die moderne Wissenschaft ist aber nicht perfekt und vollständig. Sie verfügt nur über ganz oberflächliche Erkenntnisse des Kosmos, nämlich sehr niedrige Erkenntnisse. So ist die moderne Wissenschaft. Wenn der Mensch ihm einen übermäßigen Glauben schenkt, stellt sich der Mensch vor die größte Gefahr: Die Moral des Menschen wird total zugrunde gerichtet. Dann wird die Welt von oben die Menschen ohne Moral nicht mehr als Menschen ansehen! Weil nicht nur Menschen, sondern auch Gespenster, Affen, Schimpansen eine Menschengestalt haben. Sie haben alle ein Hirn und Gliedmaßen. Der Mensch ist deshalb Mensch, weil er, wenn er auf der Welt lebt, die Normen der Moral, die Kriterien der Moral und die Lebensweisen von Menschen haben muß. Wenn der Mensch all diesem zuwiderhandelt, werden Götter ihn nicht mehr für einen Menschen halten. Der Mensch selbst trachtet danach, wie er besser leben und sich entwickeln kann. Aber die menschliche Gesellschaft wird von Lebewesen auf der hohen Ebene kontrolliert, und der Mensch kann nie durch die Technik den Zustand der Götter erreichen. Sonst würde ein großer Krieg zwischen den Planeten ausbrechen! Deshalb ist es der Menschheit, die noch Lust zum Kampf, Neid und alle menschlichen Gefühle und Triebe hat, nicht erlaubt, ihre Technik auf einen noch höheren Stand zu bringen.

     Über 70 Prozent des menschlichen Hirns kommt nicht zum Gebrauch, und die moderne Medizin hat das auch erkannt. Warum denn? Die Weisheit der Menschen wird in Schranken gehalten. Warum können aber die Buddhas über große Weisheit und übernatürliche Kräfte verfügen? Warum können sie alles wissen? Warum sind sie mit großer Weisheit und großer Intelligenz ausgestattet? Das beruht eben auf den Grundsätzen, die ich erklärt habe. Mancher sagt, daß dieses meine Buch sehr umfangreiche wissenschaftliche Kenntnisse betrifft! Verfügt der Meister über sehr viel Wissen? Hat er viele Universitäten besucht? Aber nein. Der Unterschied zwischen mir und euch allen besteht darin, daß mein Hirn voll und ganz geöffnet ist, während es bei euch nicht der Fall ist. Die Menschen auf dieser menschlichen Welt halten die Fächer, ganz gleich, ob es um Philosophie, Astronomie, Physik, Chemie oder Geschichte der Menschheit geht, für sehr kompliziert, in der Tat sind sie sehr einfach. Sie sind nur etwas, was auf der niedrigsten Ebene des Buddha-Gebotes liegt. Sie stellen einen Grundsatz dar, der auf der Ebene der Eigenschaften des Kosmos und der Existenz der Materie entsteht. Das ist nur so, und mehr nicht. Aber die Weisheit der Menschen kann sie nicht umfassen, weil das Hirn des Menschen eingeschränkt ist, und es kann nicht so viel umfassen. Was ist zu machen, wenn der Mensch mehr wissen will? Das Hirn des Menschen ist auch nicht in der Lage, so viel aufzunehmen. Dann werden die Rollen verteilt, du studierst Physik, du studierst Chemie, du studierst Hochenergie-Physik, du studierst Philosophie, du studierst Geschichte, du studierst dieses, und du studierst jenes. Ein Fach kann der Mensch in seinem Leben auch nicht voll und ganz beherrschen. Deshalb sind die Kenntnisse des Menschen sehr ärmlich.

     Wie ich eben gesagt habe, bleibst du immer ein normaler Mensch, wieviel Kenntnisse du auch erlernt hast, wenn du auch ein Professor oder Doktorvater an der Universität bist und wenn du auch sehr hohes Ansehen genießt, weil deine Kenntnisse nicht über die Ebene der normalen Menschen hinausgehen. Außerdem ist die experimentelle Wissenschaft der Menschheit von heute an sich unvollständig. Sie kann die Existenz der Götter zum Beispiel nicht nachweisen, und sie ist nicht in der Lage, die Existenz anderer Welträume nachzuweisen. Sie kann die Existenzformen der Lebewesen und Substanzen in anderen Welträumen nicht erblicken; sie weiß auch nicht, daß Moral - eine Art Substanz - an dem Körper des Menschen vorhanden ist; sie weiß auch nicht, daß Karma - auch eine Art Substanz - rund um den Körper des Menschen existiert. Die Menschen schenken der mordernen Wissenschaft, die all dies nicht nachweisen kann, ihren Glauben. Wenn jemand von der Moral, dem Guten und dem Bösen redet, das über die Wissenschaft hinaus geht, wird er als abergläubisch angesehen. Schwingt man dem Wesen nach nicht den großen Stock der modernen Wissenschaft, um das Wesentlichste der Menschheit - die Moral der Menschheit zu schlagen? Ist das nicht so? Weil sie die Existenz der Moral-Substanz weder anerkennt noch nachweisen kann, stempelt sie die Existenz der Moral zum Aberglauben. Wenn von der Moralität der Menschen tatsächlich nichts übrig bleibt, halten die Menschen nicht mehr das Gesetz des Herzens ein, und sie haben keine Kriterien der Moral mehr. Dann wagen sie alles zu machen und alles Schlechte zu verüben, dadurch wird die Moral der Menschen ständig degradiert. Das ist eben die Wirkung, die die schwächste Seite der Wissenschaft ausgeübt hat.

     Ich habe gesagt, ein erfolgreicher Wissenschaftler wird nicht die eigensinnigen Erkenntnisse haben, die viele Leute hegen, die statt des Verstandes nur den Gefühlen nachgeben, die morderne Wissenschaft in festen Schranken halten und glauben, daß alles, was außerhalb der experimentellen Wissenschaft steht, keine Wissenschaft ist. Denkt mal, ist das, was die Menschen noch nicht, aber wir durch die wissenschaftlichen Methoden schon kennen, nicht Wissenschaft? Das wird freilich zur Wissenschaft. Die Menschenwesen vervollkommnen sich ständig und erkennen sich ständig von neuem, deshalb kann sich die Wissenschaft entwickeln, und schließlich können die Menschenwesen den Kosmos wirklich erkennen. Jetzt geht die Entwicklung der experimentellen Wirtschaft einen ungeschickten und langsamen Weg ein. Wie die Blinden einen Elefanten betasten, können sie die Existenzformen der Substanzen in dem Kosmos nicht erkennen, und auch die Existenz der Eigenschaften des Kosmos. Was sie nur bestastet haben, so meinen sie, wäre schon alles. Wenn sie zum Beispiel nur ein Bein des Elefanten betastet haben, so sagen sie: "Oh, die Wissenschaft ist so. Das ist die Wissenschaft, durch die man Lebewesen und Substanzen erkennt." Sie können aber nicht sehen, wie der ganze Elefant aussieht. Deshalb können sie nicht zu der Erkenntnis kommen, daß sich der Kosmos aus unzähligen Zeit-Räumen zusammensetzt. Sie kennen auch nicht die Existenzformen anderer Räume, anderer Lebewesen und anderer Substanzen. Deshalb wird all dies von den Leuten mit einfachen aber starrsinnigen Köpfen als abergläubisch angesehen. Das ist eine der Schlüsselursachen, warum die Moral der Menschheit degradiert wird. Viele Leute schwingen den großen Stock der Wissenschaft, um die älteste und wesentlichste Moralität niederzuschlagen. Wie gefährlich! Götter betrachten die Menschen ohne Moral nicht mehr als Menschen. Wenn der Himmel die Menschen nicht mehr als Menschen betrachtet, müssen sie schon ausgesondert werden. Sie müssen sich von neuem entwickeln.

     Manche würden denken: Wir Menschen haben schon große Fortschritte gemacht. Es ist ein glänzender Erfolg, daß wir Menschen von Affenmenschen bis zum heutigen Stand entwickel sind! Aber ich sage dir, in Zeiten vor unserer Geschichte gab es vor hunderttausend Jahren, oder noch früher, vor hundert Millionen Jahren auf dieser Erde immer eine hohe Zivilisation. Warum wurde diese Zivilisation vernichtet? Weil damals die materielle und die technische Entwicklung sehr schnell verliefen, während die Moral der Menschen damit nicht nachkommen konnte bzw. zugrunde gerichtet wurde. Da war es nicht mehr erlaubt, daß diese Zivilisation weiter existierte. Sie mußte vernichtet werden. Mit der modernen Wissenschaft erkennt man, daß die Bewegung der Materie regelmäßig ist. Bis zu einem gewissen Stand wird sie folgerichtig eine andere Form einnehmen. Während sich die Erde zum Beispiel in diesem Kosmos bewegt, wird sie sich möglicherweise mit irgendeinem anderen Planeten zusammengestoßen. Ganz gleich, welche Mittel sie auch benutzt haben, haben die Wissenschaftler heute tatsächlich entdeckt, daß es auf unserer Erde viele viele alte und zivilisierte Überreste existiert, und diese zivilisierten Überreste sind sehr weit von heute entfernt, manche wurden vor einigen hunderttausend Jahren gegründet, manche vor einigen Millionen Jahren, manche vor einigen zig Millionen Jahren. Die Zivilisation aus verschiedenen Zeiten hat unterschiedliche Überreste hinterlassen. Manche Wissenschaftler machen sich Gedanken über dieses Problem. Manche Wissenschaftler haben eine These aufgestellt: Es gibt die vorgeschichtliche Zivilisation und auch die vorgeschichtliche Kultur. Das haben die Wissenschaftler gesagt. Als Leute aus den Kultivationskreisen haben wir noch deutlicher wahrgenommen, daß vor der Zivilisation dieser Menschheit viele und viele Zivilisationen existierten. Wie wir gesehen haben, existierten diese Zivilisationen später nicht mehr, weil ihre Moral degradiert wurden. Aus der zugrunde gerichteten altgriechischen Kultur ist die dekadenten und korrupten Überbleibsel von damals zu erkennen.

     Manche behaupten: "Wir Menschen sind aus den Affenmenschen evolviert." Ich sage euch aber, daß Menschen überhaupt nicht aus Affenmenschen entwickelt sind. In seiner Evolutionstheorie behauptete Darwin: "Menschen sind aus Affenmenschen evolviert." Als er aber damals diese Theorie aufstellte, fühlte er sich ganz unsicher. In seiner Theorie kommen viele Fehler zum Vorschein, und sie ist sehr lückenhaft. Trotzdem wird sie bis heute noch von den Menschen akzeptiert. Überlegt euch mal, daß der Zwischenprozeß, in dem der Affenmensch in der von Darwin aufgestellten Theorie zum Menschen wurde, und der wohl Dutzende von Jahren dauerte, nicht zu finden war. Dieser Zwischenprozeß fehlte. Warum gab es kein solches Menschenwesen, das zwischen dem Menschenwesen und dem Affenmenschen stünde? Nicht nur für Menschen, sondern auch für andere evolvierte Tiere, die Darwin meinte, gab es keinen Zwischenprozeß. Warum sind die Spezies, die in dem Kontinent Australiens, ganz anders als die in anderen Kontinenten? Er konnte all dies nicht erklären. Die Evolutionstheorie, in der überall Fehler zum Vorschein kommen, wird aber von dem Menschen akzeptiert. Das ist doch sehr merkwürdig!

     Unserer Meinung nach ist der Mensch in der Tat nicht aus Affenmenschen entwickelt. Es gab in verschiedenen Perioden verschiedene Lebewesen, so ist es. Die kontinentalen Blöcke auf der Erde, auf der die Menschwesen leben, werden verschoben und verändert. Die Geologen nennen das Festland von Asien, Europa, Amerika, Südamerika und Nordamerika kontinentale Blöcke. Die kontinentalen Blöcke verändern sich häufig. Die Zivilisation auf den Blöcken können zum Boden des Meeres gesunken sein, und ein Festland kann von dem Meeresboden gehoben worden sein. So verändert sich die Erde ständig. Jetzt haben die Menschen auch entdeckt, daß auf dem Boden des Pazifiks, des Atlantiks, des Indischen Ozeans und vieler großer Meere alte hohe Bauten existieren. Dort hat es Zivilisationen gegeben. Durch Untersuchung hat es sich herausgestellt, daß all diese Dinge einige hunderttausend Jahre alt, einige Millionen von Jahren alt und sogar noch älter sind. Jetzt wissen wir Menschen, daß sich die kontinentalen Blöcke seit einigen hunderttausend Jahren nicht ändern. Wann sind denn diese Bauten zum Meeresboden gesunken? Sie müssen mindestens vor einigen hundettausend Jahren, oder sogar noch früher, gesunken sein. Als die verschiedenen Blöcke sanken, gab es darauf verschiedene Spezies. Sie sind aber nicht durch Evolution entstanden. Sie haben gewisse Ähnlichkeiten, aber sie sind nicht die gleichen Spezies, absolut nicht die gleichen!

     Selbstverständlich rede ich über das Buddhagebot, deshalb ist das ganz anders als Theorien unter den normalen Menschen. Und unsere Erkenntnisse liegen viel höher, und wir wollen uns wirklich über die Menschen klar sein. Ich sage euch, daß sich der Mensch nicht aus dem Affenmenschen entwickelt hat, sondern im Kosmos entstanden ist. Wie allen bekannt ist, gibt es in China die taoistischen Lehre über Taiji. In dieser Lehre über Taiji wird über Yin-Qi und Yang-Qi geredet. Bevor das Yin-Qi und das Yang-Qi entstanden, gab es einen chaotischen Zustand, der Wuji genannt wird. Aus dem Wuji entwickelte sich das Taiji, wobei das Yin- und das Yang-Qi entstanden. Dann entwickelten sich aus dem Taiji alle Dinge und alle Lebewesen. Das ist die taoistische Lehre. Ich finde das sehr wissenschaftlich. In der Tat habe ich einen Fall entdeckt, natürlich nicht nur ich, daß Lebewesen in diesem Kosmos durch Bewegungen der riesigen Substanzen erzeugt werden können. Wenn wir die Substanzen nicht sehen können, heißt es nicht, daß sie nicht existieren. Existiert die Luft zum Beispiel nicht, wenn man sie mit Augen nicht sehen kann? Sie existiert. Gibt es noch kleinere Substanzen als die Luft? Viel mehr. Es gibt viel mehr kleinere Substanzen als die kleinen Substanzen. Warum kann diese Unmenge von Substanzen denn existieren? In der Tat existieren sie alle als Lebewesen. Alle Gegenstände haben Leben. Aber sie zeigen sich nicht in diesem unseren Raum der normalen Menschen, und wir können nicht entdecken, daß sie als Leben existieren. Nachher werde ich erklären, warum denn. Alle Gegenstände haben Leben. Durch Bewegungen einer Unmenge von Substanzen können Leben erzeugt werden. Diese Lebewesen sind auf der hohen Ebene meistens formlos. Nur eine Minderheit davon hat die Gestalt eines Menschen oder die Gestalt eines Tiers oder die Gestalt einer Substanz oder die Gestalt einer Pflanze.

     Warum sind die Menschen auf diese Ebene degradiert? Zu Beginn gab es nicht die Ebene der Menschen. Die Lebewesen, die durch Bewegungen der Substanzen im Kosmos entstanden, assimilierten sich mit den Eigenschaften des Kosmos. Sie assimilierten sich nämlich mit den Grundsätzen des Kosmos - Zhen, Shan und Ren, weil sie aus Zhen, Shan und Ren stammen. Wenn sich diese Lebewesen im hohen Raum vermehrten, wurden die Umstände, unter denen die Lebewesen lebten, immer komplierter, und sie hatten auch ihre Existenzformen wie in einer Gesellschaft. Die Menschenwesen brauchten ihre gesellschaftliche Existenzform nach dem Wunsch, wie sie leben wollten, wie es heute in unserer menschlichen Gesellschaft der Fall ist. Als sie aber ihre gesellschaftliche Form hatten, erfuhren diese Lebewesen allmählich eine Änderung. Sie wurden komplizierter, bei manchen von ihnen tauchten die egoistischen Ideen auf und wichen von den Forderungen, die die Eigenschaften des Kosmos an die Menschen gestellt hatten, ab. So durften sie nicht mehr auf dieser Ebene bleiben und mußten herunterfallen, und zwar auf eine niedrigere Ebene. Wenn sie auf der niedrigen Ebene wieder schlechter wurden, so konnten sie nicht umhin, weiter nach unten zu fallen. In der langwierigen historischen Periode wurden diese Lebewesen ständig schlechter und fielen allmählich von einem Raum auf den anderen Raum herunter. Schließlich sind sie auf die Ebene von Menschen gekommen, so daß sie ein sehr ungeschicktes Leben führen. Und sie vermehren sich auf eine sehr ungeschickte Weise.

     Ursprünglich gab es nicht den Raum der Menschen. Die großen Erleuchteten und die hohen Lebewesen hatten vor, noch einen Raum für Menschenwesen, einen sehr verwirrten Raum zu bilden, um zu prüfen, ob die Menschen ihren Instinkt verlieren und ob sie noch zu ihrem ursprünglichen Weltraum zurückkommen können. Deshalb war dieser Raum gebildet. Den Menschen und allen Leben wurde dadurch eine letzte Gelegenheit gegeben. Dabei wurde nicht an zu vieles gedacht. Später hat man bemerkt, daß dieser Raum ganz anders als andere Räume ist. Denn die Lebewesen in diesem Raum können andere Räume und Lebewesen in anderen Räumen nicht erblicken. In den übrigen Räumen des Kosmos kann man Szenen aus anderen Räumen schon zu Gesicht bekommen. Körper von Lebewesen in allen anderen Räumen können in der Luft schweben, sie können sich vergrößern und verkleinern. Wissenschaftler von heute sind der Ansicht: Das Denken der Menschen ist materiell und stellt etwas Ähnliches wie elektrische Welle dar. Elektrische Welle erkennt man natürlich als Materielles an. In den anderen Räumen kann man jedoch bemerken, daß es nicht so einfach ist. Das Denken des Menschen kann etwas erzeugen, was du dir nur vorstellst; das, woran du denkst, kann zur Wirklichkeit werden. Weil ein normaler Mensch keine Energie hat, löst sich das Denken, nachdem es entstanden ist, schnell auf. Aber das, woran die großen, hohe Energie besitzenden Erleuchteten, Himmelsmenschen und hohen Lebewesen denken, ist eine tatsächliche Existenz. Wenn sie was haben möchten, kann es durch ihr Denken zustande kommen. Deshalb sagten die Leute früher: Ein Buddha kann alles haben, was er will. Weil er frei von allen möglichen Fesseln ist! Diese hohen Lebewesen leben schon so. Seitdem die Menschen auf diesen Raum gefallen sind, bekommen sie eine solche Existenz.

     Alle kommen aus dem Schoß der Mutter und fühlen sich im Leben nicht schlecht. Manche machen gute Geschäfte; manche sind große Beamte; manche leben sorglos und unbekümmert. So meinen sie, daß sie besser als andere leben. In der Tat befindest du dich auch in Bitternis! Weil du nicht weißt, wie du früher lebtest. In der Religion wird behauptet, daß sich der Mensch, solange er lebt, in Betternis befindet. Warum denn? Als du aus dem Schoß der Mutter kommst, bekommst du einen materiellen Körper, der aus Molekülen besteht. In anderen Räumen hat ein Lebewesen nicht diesen aus Molekülen bestehenden Körper. Die äußerste Oberfläche seines Körpers besteht aus Atomen. Die Substanzen der Oberfläche, die aus Molekülen bestehen, bilden diesen unseren Weltraum. Der fleischliche Körper des Menschen ist auch aus Molekülen zusammengesetzt. Der Körper besteht aus Substanzen auf dieser Ebene. Als du zur Welt kommst, bekommst du so einen fleischlichen Körper und ein Paar Augen, die eben aus Molekülen bestehen. Weil du andere Räume nicht zu Gesicht bekommen kannst, befindest du dich immer in einer verwirrten Welt. In dem Labyrinth kannst du das wahre Antlitz des Kosmos nicht wahrnehmen. Lebst du denn nicht wie ein Frosch, der in einem Brunnen sitzt und zum Himmel emporguckt? Wie ärmlich du eigentlich lebst! Weil du einen fleischlichen Körper hast, geht es nicht, wenn du Schmerzen hast, wenn es dir zu heiß oder zu kalt ist, wenn du Durst hast und du vom Gehen müde bist. Jedenfalls sind dir viele Unannehmlichkeiten gebracht, und viel Leiden. Dazu kommen noch Geburt, Alterung, Erkranken und Sterben. Ein Mensch wird oft krank. Du meinst, daß du sehr sorglos und bekümmert lebst. In Wirklichkeit fühlst du in deiner Bitternis, als ob es dir besser als anderen ginge und du weniger Leiden als andere hättest. So fühlst du dich sorglos und unbekümmert. Der Mensch lebt schon immer so. Deshalb verliert der Mensch unter solchen Lebensumständen allmählich seine eigene Natur als Mensch. Er glaubt immer mehr nicht an die Existenz von Göttern. Dazu hat auch die Unvollständigkeit der experimentaren Wissenschaften beigetragen. Deshalb verliert der Mensch die moralischen Kriterien, wobei er in die gefährlichste Situation gerät.

     Aber die menschliche Gesellschaft hat einen äußerst großen Vorteil: Weil der Mensch sich in Bitternis befindet, kann er sich darin kultivieren. Warum bleibt ein Buddha immer Buddha in der Welt von Buddhas? Warum kann er sich nicht mehr auf eine höhere Ebene kultivieren? Warum kann sich ein Boddhisattwa nicht zum Buddha kultivieren? Wenn er auch ein bißchen Bitternis haben will, er kann sie nirgends finden. Wenn einer unter den verwirrten Umständen noch unbeirrt die Eigenschaften des Buddhas einhält, dann kann er sich kultivieren. Bei Buddhas gibt es keine verwirrten Umstände, und ein Buddha kann alles sehen. Wenn man alles sieht, gilt die Kultivation dabei nicht mehr. Deshalb muß man sich zuerst kultivieren und zur Erleuchtung kommen, erst dann kann man sehen. Mancher behauptet: "Ich kultiviere mich erst dann, wenn ich alles sehen kann; wenn ich das nicht zu Gesicht bekommen kann, kultiviere ich mich auch nicht." Wenn allen erlaubt ist, das zu sehen, ist die Gesellschaft nicht mehr die der normalen Menschen, sondern die der Götter. Alle Menschen werden sich ausnahmslos kultivieren. Zur Kultivation kommen selbst auch diejenigen, die ungeheuerliche Verbrechen begangen haben und keine Gnade verdienen. Denkt mal, ist das noch eine menschliche Gesellschaft? Weil sich der Mensch verschlechtert hat, ist er auf diese Situation gefallen. Wenn er zu seiner ursprünglichen Welt zurückkehren will, hat er zwei Bedingungen zu erfüllen: erstens Härtes auszuhalten, zweitens zur Erleuchtung zu kommen. Was die Erleuchtung betrifft, spricht Jesus von dem Glauben, und im Osten wird von der Erleuchtung geredet. Du kannst dich nicht kultivieren, wenn du diese Bedingungen nicht erfüllst. Warum fühlt man denn beim Kultivieren, daß die Kultivation sehr schwierig ist? In Wirklichkeit ist die Kultivation überhaupt nicht schwierig, die Schwierigkeit besteht nur darin, daß man auf die Gesinnungen des normalen Menschen nicht verzichten kann. In der Geschichte wurde sogar nicht erklärt, was das Buhhdagebot eigentlich ist. Man betrachtet alles, was Schakjamuni erklärt hat, als das systematische Buddhagebot. Überlegt euch doch mal, der riesengroße Kosmos ist doch ziemlich vollständig und ziemlich intelligent. Schakjamuni hat jedoch nur einen kleinen Teil der buddhistischen Theorie erklärt, aber er hat dem Menschen auch nicht alles, was er wußte, erklärt. Er hat nur das erklärt, was der Mensch wissen sollte. Deshalb bildet das Dharma, das er der Menschheit hinterlassen hat, nur einen kleinen Teil, einen winzigen Bruchteil des Buddhagebots. Eben habe ich gesagt, daß ich der menschlichen Gesellschaft viel hinterlassen hat, ich habe etwas getan, was in der Geschichte nie dagewesen war. In "ZHUAN FALUN", das von mir geschrieben wurde, entspricht die Sprache nicht dem Standard, weil die moderne standardisierte Sprache nicht imstande ist, so hohe Ebenen und so große Intensionen zu umfassen. Deshalb habe ich dieses Buch mit der gesprochenen Sprache geschrieben.

     Heute habe ich so viel geredet, weil mir die Zeit ausreichend scheint, und ich wollte euch etwas mehr erklären. Aber manche der Anwesenden können es wahrscheinlich nicht akzeptieren, weil ich darüber spreche, was auf der hohen Ebene liegt. Manche Leute zum Beispiel haben das Buch überhaupt nicht gelesen, sie kommen nur deshalb hören, weil sie es gut finden; manche kommen wahrscheinlich deshalb, weil sie etwas bekommen oder sehen wollen, daß ich ihnen etwas demonstriere. Sie kommen nämlich mit verschiedenen Wünschen. Wenn ich euch hier etwas demonstriere, wie man ein Zauberkunststück vorführt, werdet ihr zum Lachen gebracht. Ihr werdet mich und das Buddhagebot für ein Nichts halten. Und das Buddhagebot erlaubt es auch nicht. Heute erkläre ich euch ausschließlich das Buddhagebot. Ob ihr daran glaubt oder nicht, kommt einzig und allein auf euch an. Aber es ist sehr mächtig. Ich habe alles, was ich dem Menschen geben möchte und was dem Menschen die Kultivation ermöglicht, in dieses Gebot hineingetan. Unter der Voraussetzung, daß ihr meine Kassetten hört, meine Videokassetten seht und meine Bücher lest, könnt ihr alles fühlen; wenn ihr die Bücher lest, werden eure Körper gereinigt, so daß ihr euch in einem krankheitslosen Zustand befindet; wenn ihr euch kultiviert, werdet ihr es mit Sicherheit wahrnehmen, was ein normaler Mensch nicht erleben kann. Je besser ihr euch kultiviert, desto höhere Kultivationsebene erreicht ihr, desto Schöneres erlebt ihr. Alles ist in diesem Buch enthalten. Wenn ihr euch nicht kultiviert, werdet ihr nichts wahrnehmen. Es ist überhaupt unmöglich, daß ihr alles erlebt, wenn ihr das Buch nur einmal lest! Ihr könnt nur Dinge sehen, die sich auf eurem Kultivationsstand und auf eurem Verständnisniveau befinden. Noch Schöneres könnt ihr erst dann begreifen, sehen und wissen, wenn ihr euch auf höhere Ebenen kultiviert, indem ihr das Gebot ständig eingehend lernt, eine sorgfältige Kultivation treibt und das Buch genau lest.

     Weil ich Dinge auf viel zu hohen Ebenen erklärt, können viele Leute mich wohl nicht verstehen. Ich habe so gedacht, in den letzten zwei Jahren habe ich das Gebot nicht so systematisch erklärt. Weil ich schon das, was ich hinterlassen sollte, dem Menschen hinterlassen habe. Ich erlaubte den Leuten sogar nicht, meinen Kurs ins Tonband aufzunehmen. Warum denn das? Weil viele Leute nach Neuigkeiten strebten. "Unser Meister hat wieder was gesagt!", sie streben nach solchen Dingen und legen keinen Wert auf eine gewissenhafte Kultivation. Was ich dem Menschen bei der Kultivation zur Verfügung stelle, ist eben "ZHUAN FALUN". Dieses Buch stellt das systematische Buddhagebot dar. Alles andere, was ich erkläre, dient nur zur Erklärung von "ZHUAN FALUN" als Hilfsmaterial. Die echte Kultivation kann dadurch gestört werden, daß sich die Tonbandaufnahme in der Gesellschaft verbreitet. In "ZHUAN FALUN" wird das Buddhagebot von der niedrigen Ebene bis auf die hohe Ebene systematisch erklärt, und was ich jetzt sage, gilt nur den Menschen von heute.

     Ich möchte noch eins betonen: Bei der Kultivation müssen wir Wert auf die Konzentration auf nur eine Schule legen. Ich sage euch allen, es ist nur die Meinung der normalen Menschen, aber nicht die Meinung der Kultivationskreise, Vorzüge von allen anderen Schulen zu nehmen. Beim Lernen einer Technik ist es nicht problematisch, von demjenigen zu lernen, dessen Technik besser ist. Wenn man aber die Grundsätze der Menschheit von hohen Räumen her betrachtet, sind sie alle umgekehrt. Was die Menschheit gut findet, ist wahrscheinlich nicht gut. Alles ist umgekehrt. Bei uns ist zum Beispiel heller Tag, dort ist aber finstere Nacht; was du für richtig hältst, ist wahrscheinlich falsch. Warum denn? Ich erkläre euch einen einfachen Grundsatz. Wie allen bekannt ist, findet man es nicht gut, wenn man Leiden hat; oder es ist dir peinlich, wenn dich jemand schikaniert, und du hältst es für schlecht. Ich sage euch allen: Es ist eine gute Sache, wenn man etwas Schweres erträgt oder Qualen erleidet! Ich sage immer etwas anderes als andere Leute. Warum? Weil die Grundsätze in den hohen Räumen ganz umgekehrt sind. Die Lebewesen von oben meinen: Es ist nicht das Ziel eines Menschen, ein Mensch zu sein. Wenn du zum Beispiel in der menschlichen Gesellschaft etwas Qualen erleidest, kannst du das Karma, das du in deinen Vorleben schuldetest, zurückzahlen. Erst dann kannst du in den hohen Raum zurückkehren, sogar zu dem schönsten Ort, in dem dein Leben geboren wurde. Selbst wenn du dich nicht auf die hohe Ebene heben kannst, du wirst in deinem nächsten Leben weniger Qualen erleiden, weil du weniger Karma hast.

     Aber wenn du das Karma, das du schuldest, nicht zurückzahlst, kannst du überhaupt nicht zur hohen Welt kommen. Das ist dem Grundsatz sehr ähnlich, den ich vorher einmal erklärt habe. Wenn du eine Flasche, die mit schmutzigen Dingen gefüllt und deren Verschluß zugeschraubt ist, ins Wasser wirfst, wird sie mit einem Plumps bis zum Boden sinken. Wenn du etwas von den schmutzigen Dingen ausschüttest, wird die Flasche ein bißchen nach oben schwimmen; wenn du ein bißchen davon ausschüttest, schwimmt sie ein bißchen nach oben; wenn du alles ausschüttest und den Verschluß zuschraubst, schwimmt sie von selbst zur Oberfläche, auch wenn du versuchst, sie nach unten zu drücken. Das gilt auch für die Kultivation von uns Menschen. In jedem deiner Leben kannst du andere schikaniert, betrogen, getötet oder anderen Schaden zugefügt haben. Oder du kannst wohl noch was Schlimmeres getan haben. Das Karma, das du schuldest, mußt du zurückzahlen. In diesem Kosmos gibt es einen Grundsatz: Wer nichts verliert, der gewinnt nichts, wer was bekommt, der muß was verlieren. Was man schuldet, muß man zurückzahlen, wenn nicht in diesem Leben, muß es auch in deinem späteren Leben geschehen. Mancher, der Schweres erlitten hat, hält das für zufällig. Wer ihm ein Unrecht tut, den findet er schlecht. Ich sage euch allen: Alles geschieht nicht zufällig und wird durch das Karma in den Vorleben verursacht. Wenn du karmafrei wärest, würden dir alle freundlich zulächeln, wenn du auf der Straße gingest. Diejenigen, die dich nicht kannten, würden dir aus eigenem Antrieb helfen. Du würdest dich sorglos und unbekümmert fühlen! Wenn es solche Leute gäbe, würden sie mit Sicherheit nicht in dem Raum von Menschen leben, und sie sollten längst zum Himmel zurücksteigen. Weil der Mensch Karma hat, kann er sich nie auf die hohe Ebene kultivieren, wenn seine Gesinnungen nicht gereinigt worden sind. Das richtet sich nach dem Grundsatz, den ich eben erklärt habe.

     Es ist keine schlechte Sache, wenn der Mensch etwas Schweres erträgt, etwas Qualen erleidet. Wenn du Qualen erleidest, wirst du dein Karma begleichen, und du wirst wirklich zu dem schönen Ort emporsteigen, wo du nie und nimmermehr Schweres erträgst. Wie glücklich du dich auch in der menschlichen Gesellschaft fühlst, wenn du auch im Reichtum von Milliarden Dollern schwimmt, wie hoch dein Amt auch sein mag, das wird höchstens nur Dutzende von Jahren dauern und schnell vorbei sein. Denkt mal, bei eurer Geburt kommst du nackt zur Welt, beim Hinscheiden gehst du auch nackt weg. Was kannst du denn mitnehmen? Du kannst gar nichts. Wem gibst du all das? Du glaubst, daß du all dies deinen Nachkommen gibst. Aber wenn du wieder geboren wirst, werden sie nicht wissen, wer du bist. Wenn du bei denen arbeitest oder den Boden kehrst, werden sie dir wohl kein freundliches Gesicht zeigen oder keinen Pfennig mehr geben. Das ist tatsächlich so. Aber der Mensch verirrt sich in dieser Situation.

     Hier sprechen wir über das Wesen des menschlichen Lebens. Denkt mal, meiner Meinung nach ist es für uns, die sich kultivieren, doch keine schlechte Sache, wenn wir Schweres ertragen, Verluste von materiellen Interessen erleiden, von anderen schikaniert werden, oder wenn jemand uns Unannehmlichkeiten bereitet. Weil es in der Welt einen Grundsatz gibt: Wer nichts verliert, der bekommt nichts; wer etwas bekommen will, muß was verlieren. Es gibt noch einen anderen Grundsatz: Wenn du etwas bekommst, aber trotzdem nichts verlierst, wirst du dazu gezwungen, etwas zu verlieren. Das ist eine Eigenschaft des Kosmos. Alle Substanzen in dem riesengroßen Kosmos haben Leben. Alle Substanzen sind aus Zhen, Shan und Ren zusammengesetzt. Deshalb sind alle Gegentände wie Steine, Eisen und Stahl, Luft und alle von Menschen hergestellten Produkte und Substanzen, auf Mikrosicht gesehen, aus den Eigenschaften - Zhen, Shan und Ren - zusammengesetzt. Dieser riesengroße Kosmos ist auch aus Zhen, Shan und Ren zusammengesetzt, die alles im Kosmos im Gleichgewicht halten. Wenn jemand einen anderen schlägt, beschimpft, schikaniert oder einem anderen Schmerzen zufügt, freut er sich sehr darüber. Er gehört zu denjenigen, die etwas bekommen. Er wird von einem normalen Menschen gelobt: "Du bist wirklich sehr tüchtig, wunderbar! Du hast gar keinen Verlust erlitten." Aber meiner Meinung nach hat er große Verluste bekommen. Warum denn? Wenn er etwas Schlechtes tut, gehört er zu denjenigen, die etwas bekommen. Er hat einen anderen schikaniert und zählt zu denjenigen, die etwas bekommen. Dann muß er etwas verlieren. Denn der Gegner hat Schmerzen bekommen, das heißt eben, daß er sein Glück verloren hat. Dann soll er was bekommen. Aber wie? Wenn du ihm zum Beispiel einen Faustschlag versetzt oder auf ihn schimpfst, dann wird ein Stück so schwerer weißer Substanz, wie schwer du den anderen geschlagen oder beschimpft hast, von um deinen Körper wegfliegen. Diese Substanz heißt De, sie fliegt zu dem Gegner. Weil der Gegner auch ein normaler Mensch ist, weiß er wahrscheinlich nichts von diesem Grundsatz. Er wird sehr geärgert, weil er geschlagen worden ist. Wenn er sich darüber ärgert, bedeutet das nichts anderes, als die De-Substanz zurückzuschieben. Wenn er seinem Gegner einen Faustschlag oder ein Schimpfwort zurückgibt, wirft er dadurch seinem Gegner diese De-Substanz zurück. Die beiden haben nichts verloren und auch nichts gewonnen. Keiner von ihnen hat was bekommen. Die Grundsätze des Kosmos sind immer gerecht.

     Wenn er sich kultiviert, kann er im Herzen alles lassen und denkt: Du schlägst mich und schimpft auf mich, ich fühle mich trotzdem sehr ruhig und halte das für nichts, weil ich ein Praktizierender bin. Du bist ein normaler Mensch. Ich werde dich nicht so behandeln wie du mich. Denkt doch mal, gehen die moralischen Normen dieses Menschen nicht über die eines normalen Menschen hinaus? Heißt es nicht, daß ihm die De-Substanz gegeben wird, wenn er geschlagen wird? Diese De-Substanz kann sich schon zu Gong, Kultivationsenergie, entwickeln. Woher stammt denn eure Kultivationsenergie? Ich sage euch allen, sie entwickelt sich aus der De-Substanz; eure Kultivationsenergie läßt sich aus manchen Substanzen, die aus dem Kosmos gesammelt sind, und der De-Substanz evolvieren. Wenn ihr keine De-Substanz habt, könnt ihr auch keine Kultivationsenergie bekommen. Entspricht es nicht dem Grundsatz des Kosmos, daß du, wenn jemand dich schlägt und dir seine De-Substanz gibt, mehr De-Substanz bekommst und dich auf eine höhere Ebene kultivieren kannst? Bekommst du nicht mehr als den Schadenersatz , den dir dieser normale Mensch deshalb leistet, weil er dir Schweres bereitet? Er schlägt dich und bereitet dir Unannehmlichkeiten, wobei du Schmerzen zu ertragen hast. Das Karma (Die schwarze Substanz, die du in deinen Vorleben schuldete, heißt Karma) an deinem Körper verwandelt sich zur De-Substanz, weil du Schmerzen ertragen hast. Denkt mal, man bekommt als ein normaler Mensch auf einmal zwei Vorteile. Du bereitest mir ein bißchen Schweres, und ich bekomme jedoch zweimal Schadenersatz.

     Aber als ein Praktizierender kannst du vier Vorteile erhalten. Wenn du zum Beispiel all dies erträgst, verhältst du dich nicht so engstirnig wie dein Gegner und fühlst du dich ganz ruhig. Das heißt, wenn er dich schlägt, schlägst du nicht zurück; wenn er dich beschimpft, schimpfst du nicht zurück. Denk mal, hast du deine Xinxing nicht auf eine höhere Ebene kultiviert, wenn du im Herzen sehr ruhig bist? Wie kannst du dich denn kultivieren, wenn er dir diese Unannehmlichkeiten, diese Bitternis nicht bereitet? Es ist überhaupt unmöglich, daß du dich auf eine hohe Ebene kultivierst, wenn du bequem da sitzt, Tee trinkst und fernsiehst. Nur in der komplizierten Situation, in den Widersprüchen und bei den Trübsalen kannst du dein Herz kultivieren, hohe Normen und edle Gesinnung erreichen. Hast du deine Xinxing nicht deshalb auf die hohe Ebene kultiviert, weil du dich nicht so wie dein Gegner verhältst? Du bekommst auf einmal drei Vorteile! Willst du als ein Praktizierender nicht deine Kultivationsebene erhöhen, um früher zur Vervollkommnung zu kommen? Ist deine Kultivationsenergie nicht auf die hohe Ebene gehoben, wenn deine Xinxing auf die hohe Ebene kultiviert ist? Sicher! Es gibt einen solchen Grundsatz: Wie hoch die Xinxing eines Menschen ist, so hoch ist die Kultivationsenergie. Kann die Kultivationsenergie dieses Menschen denn wachsen, wenn seine Xinxing nur so hoch bleibt? Das ist überhaupt nicht möglich! Es gibt kein solches Beispiel. Das ist nicht im geringsten möglich. Mancher meint: Die Xinxing von manchem Praktizierenden ist noch nicht so gut wie die meine, warum besitzt er die Kultivationsenergie? Auf diesem Gebiet verhält er sich wohl nicht so gut wie du, aber auf anderen Gebieten verhält er sich wahrscheinlich besser als du. Bei der Kultivation muß man seine Gesinnungen eine nach der anderen verbessern. Wenn manche von seinen Gesinnungen nicht verbessert sind, zeigt er sich in bezug darauf wie ein normaler Mensch. Aber die Gesinnungen, die schon verbessert sind, kommen selbstverständlich nicht zum Ausdruck. Als ein Praktizierender bekommst du auf einmal vier Vorteile, wenn du Schmerzen erträgst. Zum Scherz gesagt, wo kannst du denn solche Vorteile bekommen?

     Jemand hat mich geschlagen oder beschimpft, ich ärgere mich sehr darüber und bin im Herzen sehr entrüstet; oder jemand hat meine Vorteile weggenommen oder mich um Geld betrogen, ich kann das einfach nicht erdulden! Ein normaler Mensch nimmt solche Sachen sehr ernst, sogar winzige Vorteile kann er auch nicht lassen. Denkt mal, wie erbärmlich dieser Mensch lebt! Wenn er ein kleinen Vorteil bekommt, freut er sich im Herzen nur wegen dieses winzigen Vorteils. So verhalten sich die Menschen heute. Sie wissen jedoch nicht, was sie in Wirklichkeit verloren haben. Das ist äußerst fürchterlich! Warum ist diese De-Substanz so kostbar! Wie allen bekannt ist, sprechen die alten Leute im Orient oft: Wer De hat, der hat Glück. Das Glück umfaßt folgende Aspekte: hoher Beamter zu werden, viel Reichtum zu erwerben, Haus und Boden zu besitzen und viel Glück zu haben. All dies ist nur gegen die De-Substanz auszutauschen. Diese folgt immer dem Leben des Menschen; wenn der Mensch gestorben ist, folgt sie der Yuanshen, der Seele; Wenn du geboren wirst, folgt sie dir auch bei der Geburt. Nicht nur die De-Substanz, sondern auch das Karma, eine Art schwarzer Substanz, von der ich eben gesprochen habe, folgt auch immer dem Leben des Menschen. Die beiden Substanzen folgen immer dem Menschen. Früher sagten die Alten oft: "Wer Schlechtes tut, wird bestraft." Wer bestraft dich denn? Wer notiert das für dich? Wer kümmert sich denn darum? Aber diese De-Substanz bleibt immer an deinem Körper, sie heftet an dir. In deinem nächsten Leben kommt es allein auf die De-Substanz an. Wenn du viel Karma hast, wirst du in deinem Leben viel Schweres, viele Krankheiten und viel Unglück haben; wenn du viel De-Substanz besitzt, wirst du in deinem Leben viel Geld, viel Glück und hohes Amt bekommen. All dies wird von den beiden Substanzen erzeugt. Für einen Praktizierenden ist diese De-Substanz viel wertvoller, weil sie zur Kultivationsenergie werden kann. So ist dieser Grundsatz.

     Die moderne Wissenschaft kann das nicht wahrnehmen, weil sie diesen unseren Raum nicht durchbrechen kann. In welcher Raum-Form leben wir Menschenwesen? Ich sage euch allen, daß sich der Raum, in dem wir Menschenwesen leben, zwischen zwei materiellen Partikeln befindet. Wer Physik studiert hat, weiß, daß Molekül, Atom, Atomkern, Quark und Neutrino zu den Partikeln gehören, sie sind materielle Elemente, die noch größere Partikeln bilden. Zwischen welchen Partikeln leben wir Menschen? Das Größte, was wir mit Augen sehen können, sind Gestirne. Das Kleinste, was wir unter dem Mikroskop sehen können, sind Moleküle. In der Tat leben wir Menschen in dem Raum zwischen Gestirnen und Molekülen. Wir finden ihn sehr breit und weit, grenzenlos groß. Meiner Meinung nach ist die moderne Wissenschaft auch nicht sehr entwickelt. Wie hoch die Raumschiffe auch fliegen können, sie fliegen immer noch in dem materiellen Raum; der Computer ist nie mit dem menschlichen Gehirn zu vergleichen, wie weit er auch entwickelt sein mag. Das menschliche Gehirn bleibt nach wie vor ein unlösbares Rätsel. Deshalb ist die Wissenschaft der Menschheit sehr oberflächlich.

     Denkt mal, wir Menschenwesen leben zwischen den zwei Partikeln, den Gestirnen und den Molekülen. Das Molekül besteht aus Atomen. Wie sieht der Raum zwischen Atomen und Molekülen aus? Die Wissenschaftler von heute kennen nur einen Punkt des Atoms, eine kleine Struktur des Atoms. In der Tat bildet der Ort, wo die Atome existieren, auch eine Fläche. Der materielle Raum, der durch diese Fläche gebildet ist, ist auch ziemlich groß. Du hast ihn aber nur als einen Punkt erkannt. Wie groß mag dieser Raum denn sein, wenn man ihn auf seiner Ebene betrachtet? Die Norm, nach der wir die Entfernung messen, ist die moderne Wissenschaft. Vom Standpunkt der modernen Wissenschaft aus beurteilt die Menschheit selbst alles. Du mußt über die Schranken und Begriffe der experimentalen Wissenschaft hinausgehen. Wenn du in jenen Raum eintreten willst, mußt du den Forderungen jenes Raums entsprechen. Erst dann kannst du eintreten. Soweit die Wissenschaftler wissen, gleicht die Entfernung vom Atom zum Molekül etwa der von zwei Millionen Atomen, die in einer Reihe aufgestellt sind. Diese Entfernung, die die Wissenschaftler kennen, ist ziemlich weit. Man soll sie nicht auf dem Standpunkt der experimentalen Wissenschaft, die die Menschheit von heute gebraucht, verstehen. Stellt euch mal vor: Gibt es zwischen dem Atom und dem Atomkern nicht einen Raum? Wie groß ist die Entfernung zwischen dem Atomkern und dem Quark? Wie wäre es mit dem Raum zwischen dem Quark und dem Neutrino? Natürlich kennt die Wissenschaft der Menschheit heute nur das Neutrino. Man kann das Neutrino nicht mehr sehen, sondern nur mit Geräten messen und seine Existenzform wissen. In der Tat weiß man nicht, wie weit das von dem ursprünglichen Stoff der Materie entfernt ist!

     Hier habe ich nur die einfachste Existenzform des Raums erklärt. Alle Substanzen einschließlich derjenigen, die in der Luft schweben aber nicht zu sehen sind, und derjenigen, die sichtbar sind: Eisen, Zement, Tiere, Pflanzen, verschiedene Stoffe und der menschliche Körper, alle bestehen aus Atomen. Die Menschen leben auf der Fläche des Moleküls, das wie ein dreidimensionales Bild aussieht. Du lebst auf dieser Fläche und kannst sie nicht verlassen. Die Wissenschaft der Menschheit beschränkt sich auf diesen Raum und kann ihn nicht durchbrechen. Trotzdem wird noch behauptet, wie hochentwickelt die Wissenschaft ist. Und alle anderen Lehren werden verdrängt. Die Technik der Menschheit kann sich nicht so hoch entwickeln, um den Kosmos zu kennen. Wenn der Mensch durch Technik diesen Raum wirklich durchbrechen könnte, könnte er die Existenzformen von Lebewesen und Substanzen in anderen Räumen und die Struktur von Zeit und Raum darin erblicken. Aber als Praktizierende können wir das erblicken. Die Buddhas sind erst die Wissenschaftler mit dem höchsten Niveau.

     Als ich vom Öffnen des Himmelsauges redete, habe ich diese Frage berührt. Wir können die Augen umgehen und mit dem Himmelsauge Dinge sehen. Das Himmelsauge liegt an der Stelle, die sich zwischen zwei Augenbrauen befindet und von den Taoisten Shan Gen genannt wird. Von hier aus wird ein Tunnel gebohrt, der direkt zu der Zirbeldrüse führt. In der Medizin wird das Zirbeldrüse genannt, aber die Taoisten nennen sie Niwan Gong - den Niwan-Palast. Damit ist der Niwan-Palast gemeint. Die Mediziner haben entdeckt, daß der Vorderteil der Zirbeldrüse die Struktur eines menschlichen Auges besitzt. Die Mediziner von heute wundern sich darüber, warum es hier ein menschliches Auge gibt. Sie meinen, das wäre ein entartetes Auge. Sie versuchen, das mit der Evolutionstheorie zu erklären. Aber das war ursprünglich schon so. Es ist überhaupt kein entartetes Auge. Wenn die Kultivierung des fleischlichen Auges die Perfektion erreicht hat, verfügt es freilich auch über solche Funktionen und kann diesen Raum durchbrechen, weil das Buddhagebot grenzenlos mächtig ist. Nomalerweise kann man das fleischliche Auge, das aus Molekülen besteht, umgehen, diesen Raum durchbrechen und Szenen aus anderen Räumen erblicken. Das entspricht diesem Grundsatz. Deshalb kann ein Praktizierender das erblicken, was ein normaler Mensch nicht sehen kann. Natürlich kann mancher normale Mensch auch bei der Trance zufällig etwas Unverständliches erblicken. Man hat zum Beispiel plötzlich jemanden erscheinen und dann wieder verschwinden sehen, oder etwas anderes erblickt, oder etwas gehört hat, dann heißt es, daß man bei der Trance tatsäclich etwas im anderen Raum gesehen oder gehört haben mag. Weil das Himmelsauge und das Himmelsohr des Menschen nicht fest verschlossen sind, kann er zufällig Stimme aus dem anderen Raum hören oder Szenen im anderen Raum sehen.

     Eben habe ich den Raum, in dem der Mensch lebt, erklärt. In der Tat ist das Gestirn, auf dem wir Menschen leben, nicht die größte Partikel, nicht die größte Substanz. Neben Gestirnen gibt es noch größere Substanzen! Deshalb konnten die Augen von Buddha Schakjamuni auf Mikrosicht ziemlich kleine Substanzen sehen; auf Makrosicht konnten seine Augen ziemlich große Makro-Substanzen sehen. Aber Schakjamuni konnte schließlich auch nicht entdecken, wie groß dieser Kosmos ist. Deshalb sagte er: "Nach außen hin hat der Kosmos keine Grenze, und nach innen hin auch keine Grenze." Wie riesengroß dieser Kosmos ist! Denkt mal, wie kompliziert er ist. Er sieht nicht so aus, wie ihn die Menschen kennen. Dieser unsere Raum ist in seiner Form ziemlich kompliziert! Neben dieser Raum-Form hat der Kosmos noch längs existierende Raum-Formen. In dem längs existierenden Raum gibt es noch verschiedene Einheit-Welten, die auch sehr kompliziert sind. Mit diesen Einheit-Welten meine ich die verschiedenen Himmelsreiche. Jeder Raum hat wieder verschiedene Zeit-Räume. Denkt mal, kann die Zeit in dem aus Molekülen bestehenden Weltraum der Zeit in dem aus Atomen bestehenden Raum gleichen? Die Begriffe von Zeit und Entfernung im letzteren ist auch ganz anders als die in unserem Raum. Alles hat sich geändert. Warum können die fliegenden Untertassen (UFO) von Lebewesen aus anderen Planeten spurlos kommen und gehen? Warum können sie so schnell fliegen? Sie gehen eben durch den anderen Raum, die Frage ist so einfach zu beantworten. Wenn der Mensch versucht, auf dem eigenen Standpunkt seiner jetzigen Wissenschaft die unbekannten Phänomene zu erklären, oder mit derselben Methode die Kultivation und die Religion zu studieren, wird er sich darüber immer im unklaren sein. Er muß seine Denkweise ändern und auf einem anderen Standpunkt diese Sachen studieren. In der Geschichte der Menschheit gibt es nicht nur die von Europäern entdeckte und entwickelte experimentale Wissenschaft, diesen einen Weg, sondern noch einen anderen Weg. Der Entwicklungsprozeß der auf der Erde entdeckten alten Zivilisation, die einst in der Geschichte existierte, schlug aber einen anderen Weg zum Studieren der Substanzen und des Kosmos ein. Die alte chinesische Wissenschaft schlug eben diesen anderen Weg ein. Freilich wurde die Entwicklung dieser chinesichen Kultur, bei der es sich um die hohe Ebene handelt, aufgehalten, weil die Moral des Menschen zugrunde ging. Deshalb wurde sie nicht den späteren Generationen vererbt. Die niedrigste Wissenschaftsform des Westens ist jedoch dem Menschen hinterlassen. Sie ist ziemlich mangelhaft.

     Eben habe ich erklärt, daß der Mensch nicht in unserem materiellen Raum entstanden ist und welches Ziel ein Mensch als Mensch verfolgen soll. Wenn der Mensch weiter nach unten rutscht, dann steht er vor dem Untergang, dem totalen Untergang. Das nennt man Erlöschen von Gestalt und Seele, sehr furchtbar! Deshalb wollen die Buddhas den Menschen erlösen, damit der Mensch nicht in diesen hoffnungslosen Zustand gerät, und aus der qualvollen Situation ins Himmelsreich befördert wird. Auf diese Weise werden die Qualen des Menschen tatsächlich und gründlich beseitigt. Der Ausgangspunkt des jetzigen Menschen, an den Buddha zu glauben, ist ganz anders als der des Menschen von früher. Der Mensch von früher betete zu dem Buddha, kultivierte sich zum Buddha und hegte Ehrfurcht vor dem Buddha, wobei er keine andere Gesinnung hatte. Der jetzige Mensch glaubt an den Buddha, weil er den Buddha um etwas bittet. Aber das Herz, um etwas zu bitten, ist für den Buddha am schmutzigsten, das ist das schmutzigste Herz. Denkt mal, der Buddha will dich erlösen, während du aber nach Behagen und Glück unter den normalen Menschen strebst. Wenn du unter den normalen Menschen wirklich sehr glücklich und behaglich lebst, willst du auch nicht einmal Buddha werden. Du lebst jetzt wie Buddha. Wie kann das denn möglich sein? Wie kannst du denn Glück erstreben, wenn du das Karma, das du in deinen Vorleben schuldetest, und Schlechtes, das du in deinen Vorleben verübtest, nicht zurückzahlst? Es gibt nur einen Weg: Kultiviere dich! Erst dann kannst du dein Karma beseitigen. Wenn du nicht zum Buddha werden wirst, mußt du ein guter Mensch sein, mehr Gutes tun, weniger Schlechtes verüben. Dann kannst du wirklich glücklich sein. Und das Leben deines wirklichen Selbstes kann verlängert werden. Aber es ist auch möglich, daß mancher Mensch, nachdem sein Gehirn bei der Wiedergeburt gewaschen worden ist, in einer schlechten Situation zur Welt kommt, sich von der Strömung treiben läßt und vor den Abgrund des Untergangs gerät.

     Eben habe ich die Worte von Schakjamuni zitiert, daß der Kosmos nach außen hin keine Grenze hat, und nach innen hin auch keine Grenze. Manche Leute können diese Worte wahrscheinlich nicht verstehen. Was für einem Problem stand Schakjamuni denn gegenüber? Er hat die Lehre von dreitausend Welten erklärt. Schakjamuni sagte, daß es dreitausend Welten gäbe, die wie unsere menschlichen Gesellschaften aussehen. In diesem galaktischen System gäbe es dreitausend solcher Gestirne. Und er sagte weiter: "Ein Sandkorn umfaßt dreitausend Welten." Er meinte, daß in einem Sandkorn dreitausend Raüme gäbe, die wie der Raum aussehen, in dem wir Menschen leben. Aber das Größenverhältnis von Menschen dort soll man nicht nach dem Begriff der modernen Wissenschaft beurteilen. Sie leben nämlich in einer anderen Zeit-Raum-Form.

     Mancher mag die Worte, die ich eben gesagt habe, merkwürdig finden. Er kann das nicht begreifen. Denkt mal, die Erde dreht sich sehr regelmäßig. Worin besteht denn der Unterschied zwischen der Bewegung des Elektrons um den Atomkern und der Bewegung der Erde um die Sonne? Ich glaube, es gibt keinen Unterschied. Schau mal, ob es auf dem Elektron Lebewesen gibt, wenn du das Elektron so groß wie die Erde vergrößern kannst. Welche Substanzen existieren auf ihm? Buddha Schakjamuni sagte: "Der Kosmos hat nach innen hin keine Grenze." Welche winzigen Substanzen konnte er erblicken? Auf Mikrosicht gesehen, er konnte sehr winzige Substanzen sehen. Er sagte, daß es in einem Sandkorn dreitausend Welten gibt. In einem kleinen Sandkorn existieren dreitausend Welten. Denkt mal, gibt es in den Welten, die sich in dem Sandkorn befinden, nicht auch Flüsse, Ströme, Seen und Meere, wenn das, was Schakjamuni sagte, wahr ist? Gibt es an den Stränden von den Flüssen, Strömen, Seen und Meeren nicht auch Sand? Gibt es in dem Sandkorn nicht wieder dreitausend Welten? Gibt es nicht wieder dreitausend Welten in einem Sandkorn, das sich in dem Sandkorn befindet? Bei seiner weiteren Untersuchung fand Schakjamuni, daß das kein Ende kennt. Deshalb sagte er: "Der Kosmos hat nach innen hin keine Grenze." Und er konnte nicht den Ursprung der Materie finden. Wir haben früher über den Ursprung der Materie geredet, hier möchte ich nicht viel davon sprechen. Ich habe hier darüber gesprochen, was auf der sehr hohen Ebene liegt und zu tiefgreifend ist. Es gibt hier auch viele Leute, die Chinesisch nicht so gut verstehen. Deshalb möchte nicht so viel darüber sprechen. Soviel für heute. Ihr könnt Fragen stellen, die ihr bei der Kultivation und beim Studium des Gebots haben. Ich bin bereit, eure Fragen zu beantworten.

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